Zazen bei den Benediktinern


Ein Tag im Monat der Stille und Rückzug aus den Alltag mit Zenmeditation

 

Unser Zazen (Sitzen in der Stille) ist gestaltet nach den Erfahrungen wie Kosho Uchiyama Roshi (1912-1998) seine intensiven Übungstage in der Versunkenheit leitete.

Wortlaut aus dem Buch „Weg zum Selbst“ von Kosho Uchiyama Roshi:

Unsere Übungstage zeichnen sich durch zwei Merkmale aus: zunächst durch absolutes Sprechverbot. Wir grüssen uns nicht und haben keinen Kontakt miteinander, wir rezitieren auch keine Sutras (Lehrreden). [...]

Sogar ich selbst sitze ständig mit dem Gesicht zur Wand und beobachte nicht die anderen beim Zazen.

Diese beiden Merkmale bilden die Besonderheit meiner Übungstage. Jeder einzelne muss, unabhängig von den anderen, sein eigenes Zazen kontrollieren. Diese Art von Üben ist das Resultat verschiedener vorangegangener Erfahrungen. Wir üben sie hier seit 1965. Ich glaube, es ist dies der beste Weg, das in die Praxis umzusetzen, was mein Meister Sawaki Kodo Roshi mit den Worten ausdrückte:

«Zazen ist das Selbst, welches das Selbst in das Selbst einbaut.»

(Anmerkung Br. Daniel: Anders gesagt mit den Worten von Meister Eckhart: «Wir sollen nimmer ruhen, bis wir das werden, was wir eigentlich in Gott gewesen sind.»)

Der Grund für Tage absoluten Stillschweigens ist, dass auf diese Weise, ohne mit anderen Verbindung zu halten und ohne Zerstreuung durch andere, der Mensch zu jenem Selbst wird, das nichts als dieses ist. [...]

Unser Zazen ist die Lebens-Wirklichkeit. Es ist das Ich allein, das zu seinem eigenen, wahren Ich wird. Hier gibt es keine Ablenkungen mehr. Es geschieht das, was sich im Augenblick vor unserem Tode ereignet, wenn alle Nebensächlichkeiten verschwinden. [...]

Was sollen wir aber tun, wenn wir beim Zazen schläfrig werden? [...]

Dies ist nicht zu befürchten, da es niemanden gibt der den ganzen Übungstag nur schlafen wird. Es liegt an euch selbst: Macht Zazen, so gut ihr eben könnt! Ihr sollt euch nicht dazu gezwungen fühlen. Es ist eine Praxis die allein von euch abhängt. [...]

Viele Menschen kommen und suchen, Zazen intellektuell zu verstehen. Sie sind von didaktischen, oft vagen Theorien belastet. Ich möchte, dass diese Dialektiker durch ihre eigene Erfahrung zu dem Schluss kommen, dass Zazen absolut nichts Theoretisches ist, sondern etwas, das man tun muss. Daher ermuntere ich sie immer, sich direkt auf die Praxis des Zazen einzustellen, dessen Weg nichts als Schweigen ist.

Flyer_Zazen_bei_den_Benediktinern  [PDF, 123 KB]

Tagesablauf_Zazen_bei_den_Benediktinern  [PDF, 18.0 KB]

Hugo_Lassalle_Interreligiöser_Dialog_Zen-Buddhismus_Christentum  [PDF, 123 KB]

P._Hugo_M._Enomiya-Lassalle  [PDF, 4.00 MB]

Bilder_von_Zendo  [PDF, 1.00 MB]


Leiter der Übungstage

Br. Daniel OSB,
Schüler von Zenlehrer Marcel Steiner der Lassalle-Zen-Linie

Anmeldung für Übungstag

KLOSTER FISCHINGEN
Br. Daniel Prandini
Benediktinergemeinschaft
CH-8376 Fischingen

Tel 071 978 72 60
Fax 071 978 72 80
br.daniel@klosterfischingen.ch

Anmeldung bis spätestens 1 Woche vor gewählten Tagen.

Kosten für vegetarisches Mittagessen mit Iddawasser und
Tee oder Kaffee in den Pausen CHF 18.00.

Als Kostenbeitrag für das Zendo bitten wir Sie um eine freiwillige Spende
zu entrichten.

Das Kloster Fischingen ist ein Männerkloster, darum gilt dieses Angebot
nur für männliche Interessenten.

Für diesen Tag mit viel Stille und mehreren Stunden Meditation
wird eine gesundheitliche und psychische Stabilität vorausgesetzt.

Daten:

Sie können sich gleichzeitig für mehrere Übungstage anmelden.

Sie haben auch die Möglichkeit sich nur für den Morgen oder Nachmittag
anzumelden. Bei dieser Variante bitten wir Sie unter „Besondere Wünsche“
einzutragen, ob Sie am Mittagessen teilnehmen.



Altersgruppe

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